Physiotherapie

Christian Hollingshaus

Wärme wird überall dort eingesetzt, wo etwas aufgebaut und gestärkt werden soll. Sie wirkt anregend und belebend. Mit der Wärmetherapie werden insbesondere Erkrankungen der Knochen und des Bewegungsapparats gelindert und geheilt. Sehr erfolgreich wird Wärme auch zur Bekämpfung rheumatischer Beschwerden eingesetzt.

Wärmeanwendungen haben einen dynamisierenden Einfluss auf Stoffwechsel und Körperfunktionen, da verschiedene Vorgänge im Körper bei höheren Temperaturen leichter ablaufen. Ausserdem werden bestimmte Hormone vermehrt ausgeschüttet. Weiterhin bewirkt Wärme eine Erweiterung von Hautzellen und Gefäßen sowie eine Verbesserung der Durchblutung.

Wärmetherapie mittels IR-Strahler

IR-Strahlung (Wärmestrahlung) erweitert die Gefäße und regt die Durchblutung der Haut an. Sie steigert den lokalen Stoffwechsel und fördert die Immunabwehr. Die Infrarottherapie kann zur Wundheilungsförderung, zur Verbesserung des Hautbildes und zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens eingesetzt werden.

Wärmetherapie mittels Fangopackung

Die Bezeichnung Fango kommt von dem italienischen Wort „fanghi“ (Schmutz, Schlamm, auch heilender Schlamm). Häufige Anwendungsgebiete, bei denen der Mineralschlamm aus Vulkanerde im Rahmen einer Wärmetherapie eingesetzt wird, sind:

  • rheumatische Beschwerden
  • Muskelverspannungen
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates
  • Hautkrankheiten
  • Chronische Erkrankungen der Harnwege
  • Neuralgien
  • gynäkologische Beschwerden

Wärmetherapie ist ein verordnungsfähiges Heilmittel und kann (sofern medizinisch erforderlich) von Ihrem Arzt zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse verordnet werden.