Physiotherapie

Christian Hollingshaus

Die Manuelle Lymphdrainage dient vor allem als Ödem- und Entstauungstherapie geschwollener Körperregionen, welche nach Verletzungen oder Operationen entstehen können. Besonders häufig wird diese Therapie nach einer Tumorentfernung nötig.

Weitere Indikationen sind sämtliche orthopädischen und traumatologischen Erkrankungen, die mit einer Schwellung einhergehen (wie Verrenkungen, Zerrungen, Verstauchungen, Muskelfaserrisse).
Aber auch in der Schmerzbekämpfung sowie vor und nach Operationen soll die manuelle Lymphdrainage helfen, geschwollenes Gewebe zu entstauen. Teilweise können so Schmerzmittelgaben verringert und Heilungsprozesse beschleunigt werden.

Mittels einer speziellen Technik wird bei der manuellen Lymphdrainage ein leicher Druck auf die Haut ausgeübt, um Flüssigkeit aus dem Gewebe in das Lymphgefäßsystem zu verschieben. Dies wirkt sich überwiegend auf den Haut- und Unterhautbereich aus und soll keine Mehrdurchblutung wie in der klassischen Massage bewirken.

Bei ausgeprägten lymphatischen Erkrankungen (Stauungen) wird diese Therapie mit Kompressionsverbänden und speziellen entstauenden Übungen kombiniert und unter dem Begriff „Komplexe Physikalische Entstauungstherapie“ (KPE) zusammengefasst.

Manuelle Lymphdrainage ist ein verordnungsfähiges Heilmittel und kann (sofern medizinisch erforderlich) von Ihrem Arzt zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse verordnet werden.